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Pressemeldung

Kostenexplosion bei Methanol und Leim – Glunz prüft Preisanpassungen

Die Preise für Leim haben sich in den vergangenen Wochen drastisch erhöht. Ursache ist die Kostenexplosion am Methanolmarkt – der Preis für den Hauptbestandteil der Leimproduktion ist um bis zu 100 Prozent gestiegen. Der Holzwerkstoffhersteller Glunz prüft nun, ob diese unerwarteten Preissteigerungen weitergegeben und die Preise angepasst werden müssen.

Meppen, 15. Oktober 2007

"Wir sind immer bemüht, erhöhte Materialkosten durch Produktivitätssteigerungen auszugleichen. Kostensteigerungen in dieser Größenordnung können wir langfristig jedoch nicht alleine auffangen. Daher prüfen wir nun, welche Konsequenzen wir aus der veränderten Kosten- und Versorgungslage ziehen müssen", kommentiert Frank Janßen, Marketingleiter bei Glunz.

"Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Glunz auch in Zukunft ein starker und verlässlicher Partner für seine Kunden bleibt", so Janßen weiter. Leim ist ein wichtiges Vorprodukt für die Holzwerkstoffherstellung. In den vergangenen Wochen hatten die Leimhersteller ihrerseits mit explosionsartigen Preissteigerungen für das Vorprodukt Methanol zu kämpfen und erhöhten daraufhin ihre Preise.
Engpässe bei Methanol

Ursache für die plötzlichen Preissteigerungen bei Methanol sind Produktionsstillstände bei den größten Methanolproduzenten sowie eine anhaltend starke Nachfrage. Der größte europäische Anbieter Statoil mit Sitz in Norwegen hatte aufgrund von produktionstechnischen Schwierigkeiten zwischenzeitig "Force majeure" erklärt – durch höhere Gewalt war das Unternehmen von seinen Lieferverpflichtungen befreit.

Der globale Marktführer Methanex mit Hauptsitz in Kanada hat Lieferschwierigkeiten wegen mangelnder Gasversorgung seiner Werke in Chile. Auch bei weiteren Lieferanten wie zum Beispiel Millenium (USA), Zagros (Iran) und Napetko (Libyen) gibt es Produktionsengpässe. Hinzu kommt eine ungewöhnlich hohe Nachfrage nach Methanol in diesem Sommer.

"Die plötzliche Preissteigerung für Methanol und damit auch für das Vorprodukt Leim war für uns in den vergangenen Wochen nicht abzusehen – wir sind ebenso wie unsere Vorlieferanten von der Marktsituation überrascht worden", erläutert Bernoid Foucart, Global Purchasing Director bei Sonae Indústria, der portugiesischen Muttergesellschaft von Glunz.

Über Sonae Indústria / Glunz AG

Als Tochtergesellschaft der Sonae Indústria (Maia, Portugal), produziert und vermarktet die Glunz AG, Meppen, an fünf Standorten in Deutschland konstruktive und dekorative Holzwerkstoffe für alle Anwendungsbereiche.

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