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Pressemeldung

Jahresabschluss 2006 von Sonae Indústria

Sonae Indústria veröffentlicht heute sein konsolidiertes Konzernergebnis - allerdings noch nicht testiert - für das Geschäftsjahr 2006

Maia/Portugal, 01. März 2007

Sonae Indústria, SGPS, SA

Publicly Traded Company
Head-office: Lugar do Espido, Via Norte, Maia
Share Capital: € 700 000 000
Registered at Maia Commercial Registering Office under no. 57 048
VAT no. 506 035 034

Die wichtigsten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2006 im Überblick

  • Sonae Indústria hat seinen Umsatz in 2006 um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gesteigert.
  • Der Recurring EBITDA (Jahresüberschuss vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag bei 223 Millionen Euro, verglichen mit 183 Millionen Euro in 2005. Die EBITDA Marge erhöhte sich auf 13,1 Prozent.
  • Der Nettogewinn nach Minderheitenanteilen verringerte sich von 36 Millionen Euro in 2005 auf 32 Millionen Euro in 2006. Dieser Rückgang basiert auf dem Anstieg der Nettofinanzierungs-aufwendungen in 2006.
in Millionen Euro 4Q'05 3Q'06 4Q'06 4Q'06/4Q'05 4Q'06/3Q'06 2005 2006 Veränd. 06/05
Umsatz 377 431 495 31% 15% 1.465 1.699 16%
EBITDA 44 75 61 41% (18%) 208 234 13%
Recurring EBITDA 42 57 71 70% 23% 183 223 22%
Recurring EBITDA Marge 11,0% 13,3% 14,3%     12,5 % 13,1 %  

Netto Ergebnis nach

Minderheitenanteilen

2 6 17 725% 177% 36 32 (11%)
Netto Verbindlichkeiten 708 784 749     632 749  

Statement von Carlos Bianchi de Aguiar, CEO

"Ich freue mich, Ihnen unser positives konsolidiertes Ergebnis für 2006 mitteilen zu können. Mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro haben wir im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 16 Prozent erzielt. Der konsolidierte EBITDA beläuft sich in diesem Jahr auf 234 Millionen Euro - im Geschäftsjahr 2005 hatten wir ein Ergebnis von 208 Millionen Euro erreicht.

Das Jahr 2006 begann unter erschwerten Marktbedingungen, insbesondere wegen des fortdauernden Preisanstiegs für Rohmaterialien, und hier vor allem bei den ölabhängigen Transport- und Energiekosten. Dieser negativen Entwicklung wurde allerdings im Laufe des Jahres durch Produktivitäts- und Absatzsteigerungen sowie einer Erholung der Preise auf unseren Hauptmärkten entgegengewirkt.

Auch die langsame Verbesserung des Wirtschaftsklimas wie auch die Konsolidierung in Zentraleuropa haben zu einer Wende in der Entwicklung beigetragen. 2006 haben wir große Fortschritte in der Erreichung unserer strategischen Ziele gemacht: Für unser MDF-Werk in Eiweiler haben wir mit Tarkett ein Joint Venture für die Produktion und den Vertrieb von Laminatfußböden geschlossen.

Ebenfalls in Deutschland haben wir die drei Werke der Hornitex® Gruppe übernommen. Hierdurch haben wir unsere Produktionskapazität um 1,4 Millionen Kubikmeter gesteigert und zu der Konsolidierung in der mitteleuropäischen Holzwerkstoffindustrie beigetragen. Im September haben wir ein Spanplattenwerk im Südwesten Frankreichs übernommen und in die Managementstruktur unseres Geschäftsbereichs Iberia eingegliedert.

Im Juli haben wir die Abfindung der Minderheitsaktionäre unseres Tochterunternehmens Tafisa angekündigt, die amtliche Eintragung unseres Angebots ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Gemäß unserem Ziel, das Wachstum in unseren rentablen Märkten zu steigern, haben wir in unserem Werk im südafrikanischen White River mit dem Bau einer neuen Produktionsanlage für Spanplatten begonnen. Sie wird im 2. Quartal 2007 die Produktion aufnehmen.

Um höherwertige Marktsegmente zu erschließen, haben wir in Kanada zudem unsere Produktionskapazitäten für die Melaminharzimprägnierung gesteigert. Leider erlitten unsere kanadischen Aktivitäten durch einen Brand in einer unserer beiden Spanpressanlagen im April einen herben Rückschlag. Glücklicherweise wurde keiner unserer Mitarbeiter ernsthaft verletzt. Allerdings ist die Fertigungslinie schwer beschädigt worden und befindet sich zurzeit im Wiederaufbau.

Die kommenden Quartale werden unsere ganze Anstrengung erfordern - im Fokus stehen weitere Profitabilitätssteigerungen bei den Akquisitionen des vergangenen Jahres sowie die Produktionsstarts unserer neuen Anlagen in Südafrika und Kanada.

Dass unser Unternehmen in 2006 eine so starke Performance zeigt und wir unseren Aktieninhabern weitere Wertsteigerungen bieten können, ist vor allem dem hervorragenden Engagement und der harten Arbeit unserer Mitarbeiter zu verdanken.

Deshalb möchte ich unseren Mitarbeitern auf der ganzen Welt auf diesem Weg meinen aufrichtigen Dank für ihren täglichen Beitrag zum kontinuierlichen Wachs-tum und dem Erfolg der Sonae Indústria Gruppe aussprechen."

Überblick über die Geschäftsbereiche

Iberia

2006 war für die Holzwerkstoffindustrie auf der iberischen Halbinsel ein gutes Jahr - mit einer beachtlichen Absatzsteigerung in einem gesunden wirtschaftlichen Umfeld.

Der portugiesische und der spanische Markt entwickelten sich dabei allerdings unterschiedlich: In Spanien boomte die Baubranche mit ungefähr 600.000 Neubauten. Die Möbelindustrie verzeichnete ein Wachstum von zwei bis drei Prozent. Die Importsituation begann sich zu stabilisieren und die spanischen Hersteller erzielten einen Anstieg ihrer Exportzahlen.

In Portugal verzeichnet die Möbelindustrie weiterhin einen Exportanstieg - in 2006 erreichte die Quote bereits 50 Prozent der Gesamtproduktion. Die portugiesische Bauindustrie stagnierte dagegen leicht. Dies zeigt sich in der rückläufigen Zahl der Neubauten. Der Renovierungssektor allerdings zog insgesamt etwas an.

Im Geschäftsbereich Iberia hat die Sicherung unseres Marktanteils und unserer Profitabilität weiterhin oberste Priorität. Daher richten wir unsere Marketingaktivitäten vor allem auf die Verbesserung unserer Kundenservices, die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und die Stärkung unserer Position in den strategisch wichtigen Exportmärkten aus.

Als Industrieunternehmen stehen Öko-Effizienz, Gesundheit und Sicherheit sowie eine allgemeine Verbesserung der Produktivität im Mittelpunkt unseres Handelns. Um unsere Marktposition in der Region Iberia weiter auszubauen, haben wir zum 4. Quartal 2006 das von uns übernommene Darbo Spanplattenwerk im Südwesten Frankreichs in die Managementstruktur des Geschäftsbereichs Iberia integriert.




Iberia: Umsatz und Recurring EBITDA Marge



Das finanzielle Ergebnis 2006 im Geschäftsbereich Iberia war sehr gut. Dank steigender Absatzzahlen und eines durchschnittlichen Preisanstiegs konnten wir unseren Umsatz auf 476 Millionen Euro steigern. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von zehn Prozent.

Effizienzsteigerungen in der Produktion und ein optimierter Holzeinkauf in unseren Werken haben dazu beigetragen, die gestiegenen Kosten insbesondere für Chemikalien etwas abzufangen.

Der Recurring EBITDA stieg um 19 Prozent auf 72 Millionen Euro und erreichte damit 15 Prozent des Umsatzes. Der Rückgang der EBITDA-Marge im 4. Quartal 2006 basiert hauptsächlich auf der Eingliederung des Darbo Werkes, das im Vergleich zum Geschäftsbereich Iberia eine wesentlich niedrigere Rendite erzielte. Wir rechnen allerdings damit, dass das Werk mittelfristig zur Umsatzrendite des Geschäftsbereichs aufschließen wird.

 

 


Central Europe: Umsatz und Recurring EBITDA Marge



Die Marktbedingungen in West- und Nordeuropa haben sich durch die große Nachfrage aus Osteuropa und die gute Binnenkonjunktur in dieser Region verbessert. Im industriellen Bereich verzeichneten alle Segmente einen Nachfrageanstieg nach Holzwerkstoffen, gleiches gilt für den Fachhandel und den DIY-Sektor (Bau- und Heimwerkermärkte).

In der Baubranche hat sich der Abwärtstrend der letzten Jahre umgekehrt: Im Vergleich zu 2005 sind die Investitionen in Neubauten um 3,6 Prozent angestiegen. Die Nachfrage in Frankreich hat sich dank der positiven Entwicklung in der Baubranche ebenfalls verbessert. Auch die Möbelindustrie konnte im vergangenen Jahr wieder wachsen, allerdings könnte die Branche durch Konsolidierungsaktivitäten negativ beeinflusst werden.

Unser Geschäft in Großbritannien hat von den zunehmenden Aktivitäten im Bauwesen profitiert. In der Möbelindustrie war das Wachstum allerdings rückläufig - Grund sind die Zinssatzanhebungen, die zu einem Nachlassen der Verbraucherausgaben geführt haben.

Die wichtigste Veränderung des vergangenen Jahres war für uns die Übernahme der Werke der Hornitex® Gruppe im Juli 2006 und die stärkere Erschließung des Marktes für Laminatfußböden durch die Kooperation mit Tarkett.

Unsere Vertriebsleistung im Jahr 2006 war gut - der Umsatz hat sich im Vergleich zu 2005 um 27 Prozent auf 938 Millionen Euro gesteigert. Von dem Gesamtumsatz sind 147 Millionen Euro den Hornitex® Werken zuzuschreiben, die volle sechs Monate zu unserem Unternehmen gehören.

Der starke Anstieg des Absatzes von Spanplatten erklärt sich aus den Exporten an unsere kanadische Fertigungsstätte (als Ausgleich des Produktionsausfalls nach dem Brand in Fertigungsanlage 2) und aus der gestiegenen Nachfrage in Deutschland und Osteuropa. Der Umsatz für MDF hat sich in 2005 nur leicht erhöht, ein stärkeres Wachstum wurde allerdings bei unseren MDF-Spezialitäten (z. B. Holzfaserdämmplatten) durch die anziehende Baubranche verzeichnet.

Der Umsatz an OSB war in 2006 rückläufig, bedingt durch den Rückgang der zuvor starken Umsatzzahlen auf dem US-Markt. Die Nachfrage in unserem britischen Werk in Knowsley war hoch, verstärkt durch mehrere Werksschließungen bei den Wettbewerbern und durch einen Rückgang der Importe in Großbritannien, da wesentliche Hersteller ihre Produkte auf den heimischen Märkten in Kontinentaleuropa absetzen konnten. Nach dem Preisabfall in 2005 haben die Durchschnittspreise in allen drei Ländern wieder deutlich angezogen.

Der Anstieg der Kosten für Holz, Bindemittel und Energie hat die Rentabilität beeinträchtigt - insbesondere in der zweiten Jahreshälfte hat sich der Druck auf die Holzpreise weiter erhöht.

Unsere Produktivität konnten wir ebenfalls in 2006 dank der starken Nachfrage und der damit verbundenen höheren Produktionsleistung steigern. Auch Optimierungen in den Produktionsabläufen an unseren französischen Standorten haben zu der Effizienzsteigerung beigetragen. Mit dem Produktionsstart in unserem Laminatfußbodenwerk in Eiweiler haben wir unsere Aktivitäten in diesem Segment in Frankreich eingestellt und die Fertigungslinie in Ussel geschlossen.

Unser Produktionsausstoß in Großbritannien hat sich 2006 erheblich verbessert. Grund für diese Leistungssteigerung sind die in 2005 getätigten Investitionen in die Aufbereitungstechnologie für Recycling-Holz.

Die Integration von Hornitex® schreitet gut voran. So konnten wir bereits in wichtigen Bereichen wie dem Rohstoffeinkauf und der Optimierung der Kundenbeziehung Synergien durch die Reduzierung der Transportaufwendungen erreichen. Die wichtigsten Investitionen bisher haben wir bei der Modernisierung der Produktionsanlagen und der Verbesserung der IT-Systeme getätigt.


Restliche Länder: Umsatz und Recurring EBITDA Marge



Der Recurring EBITDA für Zentraleuropa ist im Geschäftsjahr 2006 um 38 Prozent auf 58 Millionen Euro angestiegen. Davon entfallen 18 Millionen Euro auf die Hornitex® Werke, die zum 1. Juli 2006 konsolidiert wurden.

 

Restliche Länder (Kanada, Brasilien, Südafrika)

Die Märkte in Nordamerika wurden von zwei wesentlichen Faktoren beeinflusst: der fortschreitenden Konsolidierung und von Werksschließungen. Zwischen Juni 2005 und April 2006 ist die Produktionsleistung um etwa 10 Prozent reduziert worden, wobei eine Produktionsanlage aber gegen Ende des Jahres aufgrund besserer Marktbedingungen wieder in Betrieb genommen wurde.

Die verstärkten Möbelimporte aus Asien üben weiterhin großen Druck auf die Möbelindustrie Nordamerikas aus. Die Zahl der Neubauten erreichte in 2006 nach 30 Jahren eine neue Höchstmarke. Zum 4. Quartal 2006 hin hat sich die Nachfrage nicht nur im Bereich der Neubauten sondern auch bei der Innenausstattung von Häusern drastisch verändert.

Der Konflikt zwischen Kanada und den USA im Bereich Nadelholz wurde zwar 2006 beigelegt, allerdings haben viele kanadische Sägewerke ihre Produktion aufgrund der Aufwertung des kanadischen Dollars gegenüber dem US Dollar und des niedrigen Holzpreises heruntergefahren.

Der brasilianische Markt für Holzwerkstoffe verzeichnete 2006 ein starkes Wachstum - das stabilere makroökonomische Klima war die Basis hierfür. Dieses manifestiert sich in einer rückläufigen Inflation, einer gleichmäßigen Senkung des Zinssatzes, einem Rückgang der Arbeitslosigkeit und einem kontinuierlichen Anstieg des Durchschnittseinkommens.

Der größte Absatzzuwachs wurde im Markt für MDF und Fußböden erzielt. Abgesehen von einem leichten Anstieg der MDF-Preise blieb das Preisniveau in diesem Markt relativ stabil.

Die Nachfrage auf dem südafrikanischen Markt hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Zahl der Bauzulassungen für Wohngebäude nahm ab, während gewerbliche Bauten im Vergleich zu 2005 einen Zuwachs verzeichneten. Vier aufeinanderfolgende Zinssatzerhöhungen haben zu einem Rückgang der Ausgaben auf dem Immobilienmarkt geführt.

Der Rand hat 2006 eine kontinuierliche Abwertung erfahren und gegenüber dem US-Dollar 18 Prozent sowie ge-genüber dem Euro 22 Prozent verloren. Die lokale Nachfrage nach Holzwerkstoffen war groß, allerdings blieb der Marktanteil aufgrund der beschränkten Produktionsleistung relativ stabil. Das Risiko von Importen durch südamerikanische Unternehmen nach Südafrika bleibt ebenfalls durch begrenzte Produktionskapazitäten gering.

Trotz der beschädigten Produktionsanlage in Kanada ist unser Ergebnis in diesen drei Ländern gut. In Brasilien stieg die Produktionsauslastung in 2006 auf 88 Prozent, 2005 waren es noch 72 Prozent. Hierdurch und durch die günstige Preisentwicklung bei unseren wichtigsten variablen Kosten wie dem Holzpreis konnten wir die Effizienz erheblich steigern.

In Südafrika hat sich die Auslastung im Jahr 2006 auf 99 Prozent weiter erhöht, allerdings sind auch die Kosten für Chemikalien und Holz enorm gestiegen. Dies hat unseren Betriebsgewinn nachteilig beeinflusst. 2006 haben wir mit dem Bau der neuen Spanplatten-Produktionsanlage an unserem Standort im südafrikanischen White River begonnen. Der Bau verläuft planmäßig, so dass die Anlage voraussichtlich im 2. Quartal 2007 die Produktion aufnehmen wird.

Restliche Länder: Umsatz und Recurring EBITDA Marge

Der Umsatz für die restlichen Länder beträgt 347 Millionen Euro und weist damit keinerlei Veränderung zu 2005 auf. Wegen des Brandunglücks in der Produktionsanlage 2 in Kanada hat sich das Absatzvolumen im Vergleich zu 2005 erheblich verringert.

Der Recurring EBITDA für diese Länder ist um 18 Prozent auf 96 Millionen Euro angestiegen. Dies entspricht einer operativen Umsatzmarge von 28 Prozent. Grund für das Wachstum sind das gute Ergebnis in Brasilien und die relativ hohe Marge in Kanada, die auf niedrigeren Produktionszahlen und gleichzeitigen Versicherungsentschädigungen für den Geschäftsausfall basiert.

Finanzüberblick 2006

Unser Geschäft verzeichnete 2006 einen erheblichen Zuwachs. Dieses Wachstum basiert zum einen auf der Absatz- und Preissteigerung, zum anderen auf der Erhöhung unseres Anlagevermögens durch die Übernahme von Hornitex® und Darbo.

Um unser Geschäftsergebnis des Jahres 2005 mit 2006 vergleichen zu können, müssen vier wichtige Einflussfaktoren berücksichtigt werden: (i) die Übernahme der Hornitex® Werke in Deutschland, die zum 1. Juli 2006 in unser Geschäft konsolidiert wurden; (ii) die Übernahme des Darbo Werks in Frankreich, das zum 30. September in unser Geschäft konsolidiert wurde; (iii) das Einbringen unseres Werks in Eiweiler in das Joint Venture mit Tarkett, das am 29. September in Kraft trat und (iv) der Brand in unserer Produktionsanlage in Kanada.

(Millionen Euro) 4Q'05 3Q'06 4Q'06 4Q'06/4Q'05 4Q'06/3Q'06 2005 2006 Veränd.
06/05
Umsatz 377 431 495 31% 15% 1.465 1.699 16%

Weiteres operatives
Einkommen

19 46 36 89% (21%) 64 119 87%
EBITDA 44 75 61 41% (18%) 208 234 13%
Recurring EBITDA 42 57 71 70% 23% 183 223 22%
Recurring EBITDA Marge
in %
11,0% 13,3% 14,3%     12,5% 13,1%  
Abschreibungen (27) (27) (31) 17% 16% (102) (108) 6%
Operativer Gewinn 21 37 36 73% (2%) 108 120 11%

Netto
Finanzierungsaufwendungen

(13) (18) (17) 28% (8%) (44) (68) 54%
Gewinn vor Steuern (EBT) 7 19 19 153% 2% 64 52 (19%)
Steuern (6) (11) (0) (93%) (96%) (28) (19) (33%)

Nettogewinn nach
Minderheitenanteilen

2 6 17 725% 177% 36 32 (11%)


2006 betrug unser konsolidierter Umsatz 1.699 Millionen Euro, 2005 lag dieser bei 1.465 Millionen Euro. Der Beitrag der Hornitex® Werke und des Darbo Werks liegt bei 164 Millionen Euro. Die Aktivitäten der Hornitex® Werke trugen mit sechs Monaten und die des Darbo Werks mit drei Monaten zum Geschäftsergebnis bei.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren verzeichnen wir für 2006 einen Anstieg des konsolidierten Umsatzes um fünf Prozent auf 1.541 Millionen Euro.

Ein globaler Trend, der sich mit regionalen Unterschieden auf unser gesamtes Unternehmen ausgewirkt hat, war der Anstieg der Rohstoffkosten. Die Entwicklung des Ölpreises hat unsere Betriebsausgaben beeinflusst, besonders in Form direkter Energie-, Transport- und Bindemittelkosten. Der Holzpreis ist in manchen Regionen, besonders in Zentraleuropa, erheblich angestiegen. Grund dafür ist die erhöhte Nachfrage durch Biomasse-Energieanlagen sowie die Nutzung von Holz als Brennmaterial.

Der konsolidierte Recurring EBITDA beträgt 223 Millionen Euro. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 13,1 Prozent. Der bereinigte EBITDA, unter Berücksichtigung von Hornitex® und Darbo, liegt bei 215 Millionen Euro - im Vergleich zu 2005 ein Zuwachs von 17 Prozent.

Die einmaligen Effekte aus 2006 belaufen sich auf elf Millionen Euro. Darunter fallen auch der positive Beitrag von 18 Millionen Euro durch das Einbringen des Werks Eiweiler in das Joint Venture mit Tarkett, der teilweise durch die Restrukturierungskosten von etwa neun Millionen Euro bei Hornitex® aufgehoben wurde.


Konsolidierte Umsätze & Recurring EBITDA Marge



Die Abschreibungen für 2006 betrugen 108 Millionen Euro. Hiervon entfallen 10,4 Millionen Euro auf Hornitex® und Darbo. Die Übernahmen von Darbo und Hornitex® wurden im 3. Quartal 2006 zum Kaufpreis gebucht. Der Kaufpreis wurde dann im 4. Quartal 2006 nach IFRS3 auf die einzelnen Anlagen gemäß des Marktwerts neu bewertet.

Daraus ergab sich ein negativer Goodwill von 19,6 Millionen Euro. In die Gewinn- und Verlustrechnung wurde dieser Effekt mit aktuellen und zukünftigen Restrukturierungskosten in Höhe von 20,2 Millionen Euro angerechnet (8,6 Mil-lionen Euro als Personalkosten und 11,6 Millionen Euro als Rückstellungen).

Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde von 108 Millionen Euro in 2005 auf 120 Millionen Euro in 2006 gesteigert.

Die Nettofinanzierungsaufwendungen betrugen in 2006 rund 68 Millionen Euro (2005: 44 Millio-nen Euro), und setzten sich zusammen aus:

in Millionen Euro 2005 2006
Netto-Zinsaufwendungen -30,60 -37,3
Netto-Währungsverluste und Kurssicherungskosten 10,1 -4,3
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -23,7 -26,1
Summe Netto-Finanzaufwendungen -44,1 -67,8


Der Anstieg der Nettozinsbelastung erklärt sich aus der höheren Bruttoverschuldung und dem höheren Zinssatz. Die Nettokursverluste und negativen Absicherungskosten von 4,3 Millionen Euro im Vergleich zu den positiven 10,2 Millionen Euro aus 2005 ergeben sich für uns aus der negativen Wechselkursentwicklung 2006, nur in Bezug auf den ZAR/EUR. 2005 war diese Entwicklung noch positiv.

Die Steueraufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2006 auf 18,7 Millionen Euro im Vergleich zu 27,8 Millionen aus 2005 - sie teilen sich zwischen den aktuellen und latenten Steuern wie folgt auf:

in Millionen Euro 2005 2006
Aktuelle Steuern 8,4 14,1
Latente Steuern 19,4 4,6
Steuern gesamt 27,8 18,7


Aufgrund des höheren Betriebsgewinns und des höheren finanziellen Nettoergebnisses im Geschäftsjahr 2006 hat Sonae Indústria für seine Aktionäre ein konsolidiertes Nettoergebnis von 32 Millionen Euro erwirtschaftet. 2005 belief sich diese Zahl auf 36 Millionen Euro.

In 2006 betrugen die Investitionsaufwendungen (CAPEX) 312 Millionen Euro, wobei der Großteil auf die Akquisition von Hornitex® und Darbo sowie das White-River-Expansionsprojekt entfiel. Das Working Capital betrug Ende 2006 279 Millionen Euro, Ende 2005 waren es 233 Millionen.

Der Anteil des zusätzlich zu finanzierenden Working Capital aus der Übernahme von Hornitex® und Darbo beläuft sich hierbei auf 49 Millionen Euro.

in Millionen Euro 2005 2006 Änderung in %
2006/2005
Anlagevermögen 1.241,6 1.360,6 10%
Sachvermögen 1.128,0 1.234,6 9%
Goodwill 44,5 51,1 15%
Latente Steuern 52,7 60,0 14%
Weiteres Anlagevermögen 16,5 14,6 (11%)
Umlaufvermögen 560,9 795,7 42%
Lagerbestände 164,0 214,0 30%
Forderungen aus Lieferungen/Leistungen 239,9 290,2 21%
Barmittel & Investitionen 119,9 194,1 62%
Weiteres Umlaufvermögen 37,2 97,4 162%
Gesamtvermögen 1.802,5 2.156,0 20%
Eigenkapital 483,5 520,0 8%
Minderheitenanteile 45 28,1 (37%)
Eigenkapital + Minderheitenanteile 528,5 548,1 4%
Verzinsliche Schulden 753,7 943,0 25%
Kurzfristig 89,1 140,9 58%
Mittel-/Langfristig 664,7 802,1 21%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen 183,4 258,8 41%
Andere Verbindlichkeiten 336,9 406,0 21%
Gesamtverbindlichkeiten 1.274,1 1.607,8 26%
Gesamtverbindlichkeiten, Eigenkapital und Minderheitenanteile 1.802,5 2.156,0 20%


Die Nettoverschuldung ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2005 wegen der Übernahme von Hornitex® und Darbo und des Expansionsprojekts White River signifikant gestiegen. Diese Akquisitionen sind in der Bilanz bereits voll wirksam, während sich in der Gewinn- und Verlustmeldung nur sechs Monate der Hornitex® und drei Monate der Darbo Aktivitäten wiederfinden, da diese erst mit dem 1. Juli bzw. 30. September konsolidiert wurden.

Dieser Effekt führt zu einer zeitweiligen Verzerrung des Verschuldungsgrades. Die Nettoverschuldung betrug Ende 2006 749 Millionen Euro - dies ergibt einen Marktmultiplikator "Nettoverschuldung zu EBITDA" von 3,2. Die Bruttoverschuldung ist von 751 Millionen Euro in 2005 auf 943 Millionen Euro in 2006 angewachsen.

 

Prognose

Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir in unseren Geschäftsbereichen eine positive Geschäftsentwicklung bezüglich Absatzvolumen und Preisentwicklung. Der Druck auf die Holz- und Bindemittel-Beschaffungspreise wird auch weiterhin nicht nachlassen. Unsere Priorität liegt nach wie vor auf der Rentabilitätssteigerung unseres aktuellen Anlagevermögens.

Deshalb streben wir durch fortlaufende Innovationen auf jeder Ebene unserer Organisation weitere Effizienzsteigerungen in der Produktion und den Geschäftsprozessen an.

In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf die Integration des 2006 erworbenen Anlagevermögens sowie den Start der neuen Produktionsanlage in Südafrika (2. Quartal 2007) und die Wiederaufnahme der Produktion unserer Spanplattenanlage 2 in Kanada (3. Quartal 2007).

Das Board of Directors
Maia, 1. März 2007

Über Sonae Indústria / Glunz AG

Als Tochtergesellschaft der Sonae Indústria (Maia, Portugal), produziert und vermarktet die Glunz AG, Meppen, an fünf Standorten in Deutschland konstruktive und dekorative Holzwerkstoffe für alle Anwendungsbereiche.

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