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Pressemeldung

Umsatzzuwächse bei MDF- und OSB-Platten Glunz stabilisiert sich in schwierigem Umfeld

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Glunz Konzern trotz des schwachen Konjunkturumfelds die Ertrags- und Finanzlage stabilisieren und seine Anteile im Holzwerkstoffmarkt ausbauen. Als Gründe nannte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Christian G. Schwarz auf der Hauptversammlung 2003 in Meppen die konsequente Optimierung von Geschäftsprozessen und Kostenpositionen und die Markterfolge der MDF- und OSB-Platten. Im Geschäftsjahr 2002 erwirtschaftete der Glunz Konzern Umsatzerlöse von 327,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr (310,4 Mio. EUR) bedeutet dies eine Steigerung von rund sechs Prozent.

Meppen, 05. Juni 2003

Im vergangenen Jahr ordnete Glunz seine Geschäftsbereiche neu – nach Produktgruppen und Standorten. Die Geschäftsentwicklung in den fünf Segmenten gestaltete sich 2002 unterschiedlich: Besonders im MDF-Segment (Mitteldichte Faserplatten) konnte der Absatz im Berichtszeitraum gesteigert werden – um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Glunz erwirtschaftete mit MDF-Platten rund 44 Pro-zent seines Umsatzes.

Auch der Bereich OSB-Platten (Oriented Strand Board) legte kräftig zu. Durch den erfolgreichen Produktionsanlauf im neuen Holzwerkstoffzentrum Nettgau, Sachsen-Anhalt, konnten die Umsätze von rund 1 Mio. EUR auf knapp 30 Mio. EUR erhöht werden. Damit beträgt der Anteil von OSB am Umsatz der Glunz AG knapp zehn Prozent.

Das Geschäft mit Rohspanplatten und beschichteten Spanplatten war stark von Nachfrageausfällen in der Möbel- und Bauindustrie sowie einem rapiden Preisverfall betroffen. Das Segment Spanplatten musste aus diesen Gründen Umsatzeinbußen hinnehmen.

Der Nachfragerückgang wirkte sich auch auf die Segmente Möbelfertigteile und Imprägnierung aus. Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Kaisersesch und die gute Entwicklung der Tochtergesellschaft Gollin in Bad Oeynhausen führten bei den Möbelfertigteilen trotz sinkender Umsätze per Saldo zu einer verbesserten Entwicklung. Im Bereich Imprägnierung sanken Umsatz und Ergebnis.

Stabilisierung der Ertragsentwicklung

Während MDF und OSB einen wesentlichen Beitrag zum EBITDA der Glunz AG leisteten, verhinderte im vergangenen Jahr der hohe Preisdruck bei Spanplatten eine weitere Verbesserung dieser Kennzahl. In den ersten beiden Quartalen wirkten sich zudem Belastungen aus der Anlaufphase des neuen Standorts Nettgau und eine unbefriedigende Kostensituation ergebniswirksam aus. Glunz stabilisierte aber im Laufe des Jahres konsequent die Ertragsentwicklung durch:

  • bessere Integration des Unternehmens in die Sonae Gruppe
  • kundenorientierte Ausrichtung der Geschäftsprozesse und Vertriebsorganisation
  • intensive Beschleunigung des Produktionsanlaufs in Nettgau und Maßnahmen zur Kostensenkung in anderen Werken.


Per Saldo stand am 31.12. 2002 ein um Sonder- und Einmaleffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 11,2 Mio. EUR zu Buche. Zum Berichtsstichtag des Vorjahres lag das EBITDA bei 11,6 Mio. EUR.
 
Entwicklung der Belegschaft

Die Anzahl der Mitarbeiter bei der Glunz AG wurde im Laufe des Jahres 2002 durch Rationalisierungsmaßnahmen und Werksschließungen um 165 Angestellte verringert. Zum Bilanzstichtag beschäftigte Glunz 1.500 Mitarbeiter – im Vorjahr waren es 1.665. Dies entspricht einem Rückgang um 11 Prozent.

Weiterer Ausbau des Werks Nettgau

Auch im Jahr 2002 entfiel der größte Teil des Investitionsvolumens auf den Ausbau des Standorts Nettgau. Dabei bewegen sich die Investitionen in Nettgau weiterhin im budgetierten Rahmen von 200 Millionen Euro. In den Werken Meppen und Eiweiler konzentrierten sich die Investitionsmaßnahmen auf die Erhöhung der Pressleistung, und in Kaisersesch lief die Produktion von Nut- und Federplatten an. Insgesamt belief sich das Investitionsvolumen bei Glunz im Ge-schäftsjahr 2002 auf knapp 35 Mio. EUR.

Supply Chain Management

Ein Schwerpunkt von Glunz lag im Jahr 2002 auf der Optimierung der Supply Chain. Die Pionierarbeit leistete das Holzwerkstoffzentrum Nettgau: Auf Basis der restrukturierten Geschäftsprozesse von Auftragseingang über –planung bis hin zum Verladebetrieb und Kontrolle wurde bis zum Ende des ersten Quartals 2003 eine integrierte IT-Lösung implementiert. Dieses in Nettgau erprobte Supply Chain-Konzept wird im Laufe des Jahres 2003 auf weitere Werke in Zentraleuropa übertragen werden.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2003


Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand der Glunz AG im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses. Folgende Rahmenbedingungen sind Vorraussetzung dafür:

  • Die Bereinigung des von Überkapazitäten gekennzeichneten Wettbewerbsumfeldes für Roh- und beschichtete Spanplatten.
  • Der erfolgreiche Ausbau der Exportaktivitäten bei OSB-Platten.
  • Eine weiterhin starke Nachfrage nach MDF-Platten durch die Laminatfußbodenhersteller.
  • Eine Verbesserung der Ertragslage im Bereich der Möbelfertigteile.


Wachstumsimpulse von außen seien 2003 kaum zu erwarten. Christian G. Schwarz: „Glunz konzentriert sich in diesem Jahr konsequent auf die systematische Ergebnisoptimierung, die Verbesserung der Bilanzstruktur und den Abbau der Konzernverschuldung. Die positiven Entwicklungen im ersten Quartal dieses Jahres lassen aufgrund der zu erwartenden Marktabschwächung in den Sommermonaten, insbesondere in der Möbelindustrie, noch keinen optimistischen Blick auf das Gesamtjahr zu.“

Die Glunz AG ist einer der führenden Anbieter von dekorativen und konstruktiven Holzwerkstoffen in Deutschland. Der Glunz Konzern hat mit 1.500 Mitarbeitern an sechs Produktionsstandorten in Deutschland und der Schweiz im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von rund 325 Millionen Euro erwirtschaftet.

Seit 1998 ist die spanische TAFISA Mehrheitsgesellschafterin der Glunz AG. TAFISA gehört zur portugiesischen Sonae Indústria-Gruppe, dem weltweit größten Hersteller von Holzwerkstoffen mit 43 Produktionsstandorten auf drei Kontinenten. Im Jahr 2002 hat Sonae Indústria mit 8.712 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,48 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Über Sonae Indústria / Glunz AG

Als Tochtergesellschaft der Sonae Indústria (Maia, Portugal), produziert und vermarktet die Glunz AG, Meppen, an fünf Standorten in Deutschland konstruktive und dekorative Holzwerkstoffe für alle Anwendungsbereiche.

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