Pressemeldung
Härtetest Wasserbau: Prüfstein für saugende Betonschalungsplatten
Für Betonbauten der Wasserwirtschaft sowie für alle Betonbauteile, die der direkten Bewitterung ausgesetzt sind, gelten besondere technische Anforderungen. Vom Anspruch an die Betonoberfläche hängt maßgeblich die Wahl der Schalungsplatten ab. Saugfähige Schalungsplatten entfernen das zur Betonverarbeitung erforderliche, überschüssige Anmachwasser und gewährleisten eine höhere Randbetondichte. Die Glunz AG bietet ein auf Holzwerkstoffplatten basierendes Vollsortiment an Schalungsplatten für den gesamten Betonbau.
Meppen, 10. September 2003
Ob auf konventionellen Kantholzkonstruktionen oder auf modernen Holzträger- oder Rahmenschalungen eingesetzt, saugfähige Schalungsplatten haben überall dort ihren festen Platz, wo Sonderschalungen projektbezogen hergestellt werden. Einsatzbereiche sind Kläranlagen, Wasserwerke, Kraftwerke, Talsperren, Brücken, Tunnelbauwerke, Schleusen und Hafenanlagen sowie alle Betonbauten, die der direkten Bewitterung ausgesetzt sind. "Härtetest für jede Betonschalungsplatte ist der Wasserbau. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen", so Reinhard Jeß, Key-Account-Manager Betonschalung der Glunz AG. Die in über 40-jähriger Baupraxis erprobte und weiterentwickelte Betonschalungsplatte AGEPAN® RS-Special von Glunz erfüllt hier höchste Anforderungen an die Betonqualität. Die äußerst stabile Randbetonschicht weist nahezu keine Poren oder Lunker auf. Die Bildung von Algen, Moos und Eis wird weitgehend vermieden. Darüber hinaus werden beim Einsatz der Betonschalungsplatte AGEPAN® RS-Special Grundvoraussetzungen für den Bau von Trinkwasserbehältern erfüllt: Die Schalhaut wird werksseitig mit einem umweltfreundlichen Trennmittel nach der Wassergefährdungsklasse 0 (WGK) vorbehandelt, das für den Trinkwasserbehälterbau geeignet ist und den Vorgaben der Kunststoffe und Trinkwasser-Richtlinien (KTW und DVGW) entspricht.
AGEPAN® RS Special erhöht die Dauerhaftigkeit des Beton
Die industriell gefertigte, einheitlich leicht strukturierte Oberfläche der hochverdichteten Holzwerkstoffplatte AGEPAN® RS-Special bietet ein gleichmäßiges Saugverhalten und nimmt das überschüssige Wasser auf, das sich beim Betonieren an der Schalungsplatte anreichert. So wird der Wasserzementfaktor im Randbetonbereich vermindert. Die dadurch erhöhte Oberflächendichte verleiht der Randbetonschicht eine höhere Festigkeit und ist somit widerstandfähiger gegen äußere Einflüsse.
AGEPAN® RS-Special-Platten sind in den Stärken von 10, 19, 21 und 27mm lieferbar. Standardformate sind in Längen von 2710mm und 5430mm sowie in einer Breite von 2050mm vorhanden. Sondergrößen sind auf Anfrage möglich. Die großformatigen Standardplatten ermöglichen fugenarme Betonflächen und minimieren Nacharbeiten wie Entgraten oder Spachteln. Gleiche Festigkeitswerte in beide Richtungen gewährleisten eine verschnittarme Verarbeitung.
Die Befestigungsart sollte vor dem Schalungsaufbau mit dem Planer abgestimmt werden. Vorteile bietet eine Befestigung der AGEPAN® RS-Special auf einer Sparschalung: Die Schalungsplatten werden auf der Rückseite befestigt, um Schraubabdrücke in der Betonfläche zu vermeiden. Nagelbefestigungen sind grundsätzlich nicht zu empfehlen, da neben dem Nagelkopf auch meistens das Nagelumfeld durch den letzten Hammerschlag beschädigt wird.
Beim Einsatz der saugenden Schalungsplatten sollte zwischen den Plattenstößen ein Schaumstoffstreifen, der vergleichbar saugfähig ist, eingelegt werden, um ein Ausbluten bei nicht ganz geschlossenen Stößen zu verhindern. Eine Kantenaufquellung wird durch eine allseitige Kantenversiegelung vermieden.
Voraussetzung für eine lange Lebensdauer und zahlreiche Einsätze der Platten ist eine gründliche Reinigung der Schalhaut direkt nach dem Ausschalen, bei der Zementpartikel vor der Aushärtung entfernt werden. Im Regelfall sind mit der AGEPAN® RS-Special rund zehn Betoniereinsätze möglich.
Da AGEPAN® RS-Special Schalungsplatten mit einer geringen Eigenfeuchte von ca. acht Prozent produziert werden, sollte die Holzfeuchte vor dem ersten Einsatz auf ca. 15 bis 18 Prozent angehoben werden, um ein gleichmäßiges Saugverhalten zu erzielen. Bei weiteren Einsätzen ist die Bewässerung nicht notwendig. Lediglich bei großer Hitze kann eine Nachwässerung erforderlich werden. Zwischen den Betoniereinsätzen sollten Betonschalungen aus Holzwerkstoffen flach, mit ausreichender Auflagefläche und mit Abstand zueinander gelagert werden, um einerseits Durchbiegungen zu vermeiden und andererseits eine Luftzirkulation zu gewährleisten. Da Holzwerkstoffe aus Rest- und Durchforstungsholz hergestellt werden, gibt es zwei Entsorgungsmöglichkeiten: In Deponien entsprechend den regionalen Abfallgesetzen oder in Kleinfeuerungsanlagen holzverarbeitender Betriebe.
Der Glunz Konzern ist einer der führenden Anbieter von dekorativen und konstruktiven Holzwerkstoffen in Deutschland. Der Glunz Konzern hat mit 1.500 Mitarbeitern an sechs Produktionsstandorten in Deutschland und der Schweiz im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von rund 328 Millionen Euro erwirtschaftet.
Seit 1998 ist die spanische TAFISA Mehrheitsgesellschafterin der Glunz AG. TAFISA gehört zur portugiesischen Sonae Indústria-Gruppe, einem der weltweit größten Hersteller von Holzwerkstoffen mit 47 Produktionsstätten in zehn Ländern. Im Jahr 2002 hat Sonae Indústria mit rund 8.700 Mitarbeitern einen Umsatz von ca.1,48 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Über Sonae Indústria / Glunz AG
Als Tochtergesellschaft der Sonae Indústria (Maia, Portugal), produziert und vermarktet die Glunz AG, Meppen, an fünf Standorten in Deutschland konstruktive und dekorative Holzwerkstoffe für alle Anwendungsbereiche.














