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Pressemeldung

„Fest dort wo es nötig ist, dämmend im Kern“ AGEPAN® THD von Glunz bewegt den Markt

Mit der AGEPAN® THD hat Glunz einen innovativen Holzfaserdämmstoff entwickelt, der hervorragende Dämmeigenschaften und höchste Verarbeitungsqualität miteinander verbindet. Dr. Michael Müller, Leiter Forschung und Entwicklung der Glunz AG, erläutert Entwicklung, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten der Holzfaser-Dämmplatte AGEPAN® THD.

Meppen, 18. Juli 2003

Der Anstoß für die Entwicklung der Platte kam bei der Suche nach neuen Anwendungsgebieten für Produkte aus Holzfasern, so Müller. Mit der AGEPAN® THD bringt Glunz Bewegung in den Markt. Dank ihrer Sandwich-Struktur ist die Holzfaser-Dämmplatte im Vergleich zu vielen anderen Faserplatten extrem stabil. Müller: „Fest dort wo es nötig ist, dämmend im Kern – und etwas technischer ausgedrückt: höherverdichtete Deckschichten liegen über einer weicheren Mittelschicht.“

Die mittlere Dichte der Platte liegt bei nur 230 kg/m3. „Damit könnte man von einem „UltraUltra Ultra-Lightboard“ sprechen“, so Müller. Denn in der Fachliteratur werden Holzfaserwerkstoffe mit Dichten bis zu 550 kg/m3 als Lightboards definiert. Dichten bis zu 450 kg/m3 als Ultra-Lightboards. Die AGEPAN® THD liegt weit darunter, ihre Dämmwirkung ist groß, gleichzeitig sind aber auch die mechanischen Eigenschaften sehr gut.

Im Unterschied zum Nassverfahren, bei dem für Plattendicken über 30mm Einzelplatten verklebt werden müssen, die im praktischen Einsatz oft delaminieren, wird die AGEPAN® THD im Trockenverfahren hergestellt: Bei der Produktion der Platten werden die Fasern vor der Bindung mit emissionsfreien Bindemitteln in Sekundenschnelle getrocknet und die Platte kann in jeder Dicke aus einem Guss produziert werden. Außer Holzfasern, Paraffin und einem sehr geringen Anteil eines wasserabweisenden, emissionsfreien Bindemittels enthält die AGEPAN® THD keine weiteren Zusätze.

Das Einsatzgebiet der AGEPAN® THD liegt in erster Linie im Bereich der hydrophobierten Softboards (Aufsparrendämmung, hinterlüftete Fassade, verputzte Fassade, Trittschalldämmplatten). Müller beschreibt zwei Referenzprojekte aus den Bereichen Aufsparrendämmung und äußerer Beplankung: Bei der Dachsanierung eines Einfamilienhauses wurde mit AGEPAN® THD die Aufdoppelung der Dachsparren vermieden. Wie? Zunächst wurde über die Sparren eine Folie gezogen und die Sparrenzwischenstände mit Mineralwolle gedämmt. Auf den Sparren wurde die Holzfaser-Dämmplatte THD mit Sparrennägeln fixiert. Dabei entstand eine diffusionsoffene und wärmebrückenfreie Dämmschicht, die der Zimmerer gefahrlos betreten konnte. Danach wurde die THD mit einer Konterlattung endgültig befestigt.

Die hinterlüftete Fassade eines dreigeschossigen Holzfertighauses am Bodensee wurde mit THD gedämmt. Einer der Gründe, warum das Gesamtgebäude ohne zentrale Heizung und Warmwasserbereitung auskommt, sind die guten Dämmwerte. Das gesamte Wohnhaus wurde in Holztafelbauweise vorgefertigt. Von innen luftdicht ausgeführt, von außen winddicht, aber diffusionsoffen, erfüllt das Gebäude dank Rundumdämmung mit AGEPAN® THD die Vorgaben der EnEV 2002.

Besonders stolz zeigt sich Dr. Michael Müller über die wasserabweisende Fähigkeit der AGEPAN® THD. Unter extremen Bedingungen getestet, erfüllt die Platte alle Anforderungen, die auch an hydrophobierte Softboards aus dem Nassverfahren (bituminiert; naturharz-imprägniert) gestellt werden. Das heißt, die Platte ist bewitterungsrobust und deshalb auch für Außenwände und Dächer geeignet. Die verwendeten Bindemittel verhindern das Durchdringen von Feuchtigkeit. Auch dampfförmige Belastungen, wie sie z. B. bei 23°C und 90% relativer Luftfeuchte auftreten, feuchten die THD auf weniger als 15% auf und trocknen problemlos. Die Platte erfüllt die Norm der Hydrophobierungsgruppe H10 nach DIN 68755-1.

Ein häufig auftretendes Problem bei 15-16mm dicken diffussionsoffenen MDF-Platten sind Tropfen-Spots. Die können sich bei feuchtwarmer Innenluft und sehr schneller Abkühlung außen bilden, z. B. bei Nachtfrösten. Fehlt eine entsprechende Belüftung, werden diese Tropfen-Spots schnell zu Schimmel-Spots. Dies passiert mit der AGEPAN® THD nicht so schnell, weiß Michael Müller.

Strengen Tests unterzogen

Um die Vorteile der THD-Platten in diesem Bereich zu demonstrieren, hat Glunz in einem Versuch einen isolierten Wasserbehälter auf konstante 35°C aufgeheizt. Den Deckel dieses „Feuchtklimas“ bildet die zu beurteilende Holzwerkstoffplatte. Der ganze Aufbau steht in einer Kühltruhe bei minus 10°C. Folgendes ist nun passiert: Bei 15-16mm dicken diffusionsoffenen Platten bildeten sich nach vier Stunden die ersten Tropfen-Spots, bei einer 40mm dicken THD nach 24 Stunden, bei einer 60mm THD nach 36 Stunden und bei einer 80mm THD erst nach 48 Stunden. „Verarbeiter, die der leidigen Diskussion mit ihren Kunden zum Problemfall Schimmelbildung im kalten Spitzboden überdrüssig sind, haben nun eine klare Alternative“, stellt Michael Müller heraus, der gleichzeitig die guten Verarbeitungseigenschaften hervorhebt. „Im Gegensatz zu Softboards hat der Verarbeiter eine „richtige Platte“ in der Hand. Den Unterschied merkt jeder Profi sofort.“

Mit ihrer vierseitig umlaufenden Nut- und Feder-Profilierung ermöglicht die AGEPAN® THD N+F 230 eine optimale Dämmung weitgehend ohne Wärmebrücken (dickenabhängig) sowie die Ausbildung einer winddichten vollflächigen Hülle, die als wasserableitende Schicht nutzbar ist. Der Durchzug von Schrauben und Nägeln wird durch die höherverdichtete Deckschicht vermieden. Herkömmliche Holzbearbeitungswerkzeuge können genutzt werden.

Und wie geht es weiter? Müller: „Nun gilt es, die Verarbeiter von den Vorzügen der neuen Platte zu überzeugen. Dies gelingt uns immer dort, wo der Verarbeiter Gelegenheit hat, die Vorteile der Platte „greifbar“ zu erleben. Hier werden wir unseren Vertriebsmitarbeitern und aus-gewählten Preference-Händlern weitere Argumentationshilfen und Demonstrationsobjekte an die Hand geben, um sie im direkten Kundenkontakt weiter zu stärken und erfolgreich zu machen.“

Im nächsten Schritt will Glunz weitere Anwendungsbereiche erschließen, die schichtweise verleimten Softboards bisher wegen mangelnder Lastaufnahmefähigkeit verwehrt geblieben sind. Müller: „Man braucht nicht viel Phantasie, um sich die vielfältigen Anwendungsbereiche auszumalen, in denen ein dämmender Kern zwischen unterschiedlichen Beplankungsmaterialien vorstellbar ist. Aber alles zu seiner Zeit.“

Die Glunz AG ist einer der führenden Anbieter von dekorativen und konstruktiven Holzwerkstoffen in Deutschland. Der Glunz Konzern hat mit 1.500 Mitarbeitern an sechs Produktionsstandorten in Deutschland und der Schweiz im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von rund 325 Millionen Euro erwirtschaftet.

Seit 1998 ist die spanische TAFISA Mehrheitsgesellschafterin der Glunz AG. TAFISA gehört zur portugiesischen Sonae Indústria-Gruppe, einem der größten Hersteller von Holzwerkstoffen mit 43 Produktionsstandorten auf drei Kontinenten. Im Jahr 2002 hat Sonae Indústria mit 8.712 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,48 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Pressekontakt:

Über Sonae Indústria / Glunz AG

Als Tochtergesellschaft der Sonae Indústria (Maia, Portugal), produziert und vermarktet die Glunz AG, Meppen, an fünf Standorten in Deutschland konstruktive und dekorative Holzwerkstoffe für alle Anwendungsbereiche.

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