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Pressemeldung

Jahresabschluss 2004 der Glunz AG

In einem nach wie vor schwierigen Geschäftsumfeld hat die Glunz AG im Geschäftsjahr 2004 ihre Umsatz- und Ertragslage verbessern können. Die Nettoumsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr von 306,3 Mio. Euro um 26,1 Prozent auf 386,3 Mio. Euro gesteigert werden. In der Glunz-Gruppe erhöhte sich der Nettoumsatz von 332,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 407,5 Mio. Euro im Jahr 2004 (+ 22,5%).

Meppen, 26. April 2005

Die Ertragslage in der Glunz AG und in der Glunz-Gruppe hat sich durch eine erhöhte Kapazitätsauslastung der Produktionsstandorte und eine Optimierung der Absatz- und Fertigungsplanung gegenüber dem Vorjahr merklich erholt: Der Jahresüberschuss 2004 der Glunz AG beträgt 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 44,0 Mio. Euro), der Jahresüberschuss der Glunz-Gruppe beträgt 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 44,6 Mio. Euro).

Die steigende Nachfrage in allen Hauptproduktgruppen und im Exportgeschäft bildete die Grundlage für die positive Umsatzentwicklung, die im Vergleich zu den beiden vergangenen Geschäftsjahren ein deutlich ausbalanciertes Miteinander der Produktgruppen MDF, OSB und Spanplatten ausweist. Durch den weiteren Aufbau eines breiten Produktportfolios und die Forcierung der Exportaktivitäten wurde Glunz von Marktschwankungen und Saisoneinflüssen unabhängiger. „Allerdings konnten wir trotz Durchsetzung von Preiserhöhungen die gestiegenen Materialpreise für Holz, Leim und Energie im Markt nicht immer weitergeben", so Christian G. Schwarz, im Vorstand der Sonae Indústria zuständig für die Glunz AG. „Deshalb sind wir von auskömmlichen Preisen in vielen MDF- und Span-Segmenten noch weit entfernt.“

Produktgruppen: OSB auf dem Vormarsch

Ein Wachstumsmotor für Glunz ist das Bauen mit Holz. Der Geschäftsbereich AGEPAN® erwirtschaftete zuletzt zweistellige Zuwachsraten – in 2004 knapp 30 Prozent. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen des Produktbereichs OSB wider. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2004 um rund 78 Prozent auf 99,3 Mio. Euro, der Anteil am Gesamtumsatz der Glunz AG liegt nun bei knapp 24 Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind auch die Exporte von OSB-Platten in die USA. In Europa wird OSB vor allem im Holzfachhandel und in DIY-Märkten vermarktet.

Das Wachstum im Bereich Spanplatten wird vor allem durch Rohspanplatten getrieben, insbesondere durch die Spanverlegeplatte aus dem Werk Kaisersesch. Insgesamt erwirtschaftete die Glunz AG im Bereich Spanplatten Umsatzerlöse in Höhe von 118,4 Mio. Euro gegenüber 87,2 in 2003 – der Umsatzanteil beträgt damit rund 28 Prozent. Trotz der deutlichen Umsatzsteigerung um 26 Prozent sind die Durchschnittserlöse im Spanplattenbereich weiterhin unbefriedigend – die Ertragslage wird durch stark gestiegene Einkaufspreise für Rohmaterialien belastet.

Die Produktgruppe MDF ist mit Erlösen in Höhe von 150,9 Mio. Euro der umsatzstärkste Bereich von Glunz – ihr Anteil am Gesamtumsatz beträgt rund 36 Prozent. Im Geschäftsjahr 2004 erzielte Glunz mit MDF-Platten ein Umsatzwachstum von 13 Prozent. Insbesondere die Nachfrage der europäischen Laminatfußbodenindustrie nach HDF-Trägerplatten entwickelte sich positiv. Weiterhin stabil war der Nachfragetrend nach hochwertigen und margenstarken Holzfaserdämmplatten.

Im Segment Möbelfertigteile konnte die Glunz AG Umsatzerlöse in Höhe von 18,1 Mio. Euro erwirtschaften. Augrund des Restrukturierungsprogramms und der Fokussierung auf das Regalbodengeschäft verringerte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr geringfügig. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2005 setzte Glunz die Konzentration auf seine Kernkompetenzen weiter fort und verkaufte die ebenfalls Möbelfertigteile produzierende Tochtergesellschaft Gollin GmbH, Bad Oeynhausen.

Exportgeschäft wächst

Im Geschäftsjahr 2004 hat Sonae Indústria die Exportorganisation neu strukturiert, um für alle Tochtergesellschaften eine flächendeckende Präsenz auf den relevanten Märkten zu gewährleisten. Dies wirkte sich auch positiv auf die Glunz Exportaktivitäten aus. Die wichtigsten Exportregionen sind die Benelux-Staaten, die USA und Osteuropa – hier vor allem Tschechien, Polen, Russland und das Baltikum.

Personalkosten verringert

Im Geschäftsjahr 2004 hat Glunz trotz Neueinstellungen am Standort Nettgau die Anzahl der Mitarbeiter um rund 6,3 Prozent auf 1391 Personen reduziert. Darüber hinaus wurde mit der IG Metall ein Standort- und Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag geschlossen, der mehr Flexibilität in der Personalplanung zulässt. Unter anderem kann am Standort Meppen eine Arbeitsreduzierung bei gleichzeitigem Lohnverzicht vorgenommen werden.

Ausblick: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Glunz wird auch im Geschäftsjahr 2005 seinen eingeschlagenen Kurs weiter fortsetzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns ausbauen. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Beseitigung von Kapazitätsengpässen an allen Produktionsstandorten. Aufgrund der Situation auf den Beschaffungsmärkten erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr keine nennenswerte Erholung der Deckungsbeiträge, wenn gleich weitere Umsatzzuwächse geplant sind.

Über Sonae Indústria / Glunz AG

Als Tochtergesellschaft der Sonae Indústria (Maia, Portugal), produziert und vermarktet die Glunz AG, Meppen, an fünf Standorten in Deutschland konstruktive und dekorative Holzwerkstoffe für alle Anwendungsbereiche.

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