Pressemeldung
Hauptversammlung der Glunz AG am 31. Mai in Meppen – Weichen für Squeeze-Out gestellt – Aussichten für 2005 eingetrübt
Mit großer Mehrheit wurde auf der Hauptversammlung der Glunz AG in Meppen der Beschluss zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Glunz AG auf die Tafisa gegen Gewährung einer Barabfindung in Höhe von 19,13 Euro je Stammaktie und 16,57 Euro je Vorzugsaktie gefasst. Damit wurden die Weichen für die Durchführung eines Squeeze-Out gestellt.
Meppen, 03. Juni 2005
Die Glunz-Gruppe hat in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2005 ihre Bruttoumsätze gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf 147,1 Millionen Euro gesteigert. In einem sich verschlechternden Marktumfeld wurde in den Monaten Januar bis April 2005 ein EBITDA (IFRS) von 13,0 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 14,3 Millionen Euro). „Im zweiten Quartal ist die Marktnachfrage im In- und Ausland bei den wichtigsten Kundengruppen deutlich rückläufig“, so Christian G. Schwarz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Glunz AG auf der Hauptversammlung in Meppen.
Nachdem sich der Nettoumsatz in der Glunz-Gruppe in 2004 um 22,5 % auf 407,5 Millionen Euro erhöht hatte und der Jahresüberschuss auf 6,4 Mio. Euro gesteigert werden konnte, rechnet der Glunz Vorstand in 2005 mit einem schwierigen Geschäftsverlauf: Die anhaltende Konsolidierung in der deutschen Bauindustrie, ein stetiger Rückgang bei privaten Bauinvestitionen, ein leichter Umsatzrückgang in der Möbelindustrie sowie Umsatzeinbußen im DIY-Bereich seien Rahmenbedingungen, von denen sich Glunz nicht vollständig abkoppeln kann.
„Deshalb ist trotz einer Steigerung des Bruttoumsatzes in den ersten vier Monaten um 3,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht mit einer Verstetigung dieser Entwicklung zu rechnen“, so Christian G. Schwarz. Zu den Gründen dafür gehören ein Ergebnis-Einbruch im Bereich Imprägnierung in Folge der schwachen Nachfrage aus der Möbel- und Laminatfußbodenindustrie sowie eine Drosselung der Produktion in Folge der schwachen Spanplatten-Nachfrage.
Um die Marktposition von Glunz in diesem schwierigen Umfeld weiter zu stärken, soll mit einem Mega Store am Standort Kaisersesch der Service für die Handelskunden weiter verbessert und die Lieferung von verschiedenen Design-Verbund-Materialien in kleineren Mengen innerhalb kurzer Zeit ermöglicht werden. Über die Umsetzung wird Glunz nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen mit den Arbeitnehmer-Vertretern entscheiden, so Schwarz. Außerdem plant Glunz, das Key Account Mana-gement in den Bereichen Großkunden, Industrie und Handel sowie im Objektgeschäft auszubauen.
Über Sonae Indústria / Glunz AG
Als Tochtergesellschaft der Sonae Indústria (Maia, Portugal), produziert und vermarktet die Glunz AG, Meppen, an fünf Standorten in Deutschland konstruktive und dekorative Holzwerkstoffe für alle Anwendungsbereiche.














